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Unser Wappen erinnert an Weinbau, Unterjochung und den Erzbischof

wappenStaaten, Länder, Städte ebenso wie Adelige und früher die Ritter führen nach alter Tradition ein Wappen. Jede Gemeinde im Steirerland, die etwas auf sich hält, hat da schon längst mitgezogen. Die Kommunen Seiersberg und Pirka hatten jede für sich ein Wappen, nach der Fusionierung gibt es jetzt ein gemeinsames. Die feierliche Verleihung wird noch heuer erfolgen.

Viele Wappen sind uralt. Sie werden von Tieren wie Löwen, Panthern und Bären oder Sagenfiguren wie Drachen dominiert, deren hervorstechende Eigenschaften wie Kraft, Mut oder Wild- und Klugheit die Wappeninhaber auf sich übertragen möchten. Oder sie zeigen weniger martialisch schöne Blumen wie Rosen oder Lilien. Auf den von der Einführung her wesentlich jüngeren Gemeindewappen hingegen steht eher die Sachlichkeit im Vordergrund, es wird in der Symbolik auf die Stärke der Kommune wie eine blühende Wirtschaft oder wichtige Verkehrsfunktion hingewiesen. Wie auf den bisherigen Wappen der Gemeinden Seiersberg und Pirka deutlich zu sehen.

Seiersberg darf seit 1. Jänner 1976, also seit 40 Jahren, das Gemeindewappen führen. Es zeigte einen in Rot und Silber gespaltenen Schild  mit einem grünen Weinblatt und einer blauen hängenden Traube, dazu kam als weiteres Symbol ein Rad. Weinblatt und Traube standen dafür, dass in Seiersberg eine alte Weinbautradition herrschte, die heutzutage leider nicht mehr sehr intensiv gepflogen wird. Das Rad stand für eine erfolgreiche Wirtschaft und für die Verkehrswege, die durch Seiersberg führten. Was, siehe Autobahnen und Kärntnerstraße, auch für die heutige Zeit noch gilt.
Die Gemeinde Pirka erhielt ihr Wappen am 7. Februar 1977 verliehen, also etwas später als Seiersberg. Das Wappen zeigte ein Schild mit grüner Farbe, darauf ein silbernes Ochsenjoch und schräg dazu einen goldenen Bischofsstab. Die grüne Farbe versinnbildlicht den Grüngürtel rund um Graz, das Ochsenjoch die Tatsache, dass die ortsansässigen Bauern Jahrhunderte hindurch von den Grundherren unterjocht waren. Der Bischofsstab weist darauf hin, dass Pirka und Windorf von 1055 bis 1595, also ein halbes Jahrtausend lang,  dem Salzburger Erzbischof untertänig waren.

Das neue gemeinsame Wappen der fusionierten Gemeinde hat all diese einzelnen Elemente bewahrt: Auf einem Schild, dessen Hintergrundfarben in silbern, grün und rot gehalten sind, finden sich links Weinblatt, Traube und Rad für Seiersberg, rechts Bischofsstab und Ochsenjoch für Pirka. Ausgesucht wurde das neue Wappen aus drei Entwürfen ganz demokratisch: Die Bürger durften abstimmen, die Vereinigung der Symbole setzte sich klar durch.

Den Segen der Obrigkeit für das neue Wappen zu bekommen, erfordert einige bürokratische Genehmigungsschritte. So hat bereits das heraldische Landesarchiv sein Okay für das neue Wappen gegeben, es wurde als schön und ausgewogen empfunden. Vom Gemeinderat ist es auch schon einstimmig beschlossen. Jetzt fehlt aber noch die Genehmigung der Landesregierung. Dies ist aber nur ein Formalakt, der bald gesetzt sein wird.

Dann soll heuer noch die feierliche Verleihung des neuen Wappens für die 11.000 Einwohner-Kommune Seiersberg-Pirka  erfolgen. Ein Termin steht noch nicht fest. Der Festakt, zu dem auch hohe Landesvertreter zu erwarten sind, dürfte im Herbst 2016 am Programm stehen.
Spielen könnte man dabei den „Seipi-Blues“. Den gibt es nämlich auch schon, komponiert von den Könnern unseres Musikvereines.

Informationen zu diesem Artikel haben wir in der Chronik der Gemeinde Pirka sowie in der Festschrift zur 750-Jahr Feier der Gemeinde Seiersberg gefunden.

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